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annette wendt & projetMigrations

Die Kunst schafft die Verbindung zwischen dem kollektiven Körper und der Einsamkeit des Individuums, seiner Darstellung und seiner Verwandlung. Sie stellt die Objekte des alltäglichen Lebens zusammen, löst sie aus ihrem normalen Raum und konfrontiert sie mit der narrativen Form der konzeptuellen Geste.

In den interaktiven Installationen steht der Mensch im Mittelpunkt. Er trägt seine selbst gewählten Ideen wie Offranten einer Kulthandlung.

Jede Installation stellt die politische Ebene verschiedenener Modalitäten der Interaktion mit dem Publikum in den Vordergrund. Sie eröffnet einen konzeptuellen und emotionalen Raum und experimentiert den Dialog zwischen dem Bild, das wir von uns haben, und dem Bild, welches der Andere sich von uns macht.

Die eigene Person und die eigene Identität in den öffentlichen Raum tragen bedeutet, dem kollektiven Körper zu vertrauen.
Menschen ganz unterschiedlicher Interessen und Sensibilitäten leben zusammen; tolerieren oder ignorieren sich.

Die Kunstprojekte sind dergestalt konzipiert, dass die Zusammenarbeit im geistigen und kreativen Raum zwischenmenschliches Verstehen und Verständnis schafft und aus einer zeitlich begrenzten Aktion eine dauerhafte Initiative erwachsen lässt, weil sie gemeinsame Perspektiven in den Vordergrund stellt. Die konzeptuelle Hinterfragung der Bedeutung der Geste und der in dieser Geste vollzogenen chronologischen Ebenen hat zu einer analytischen Beobachtung der gesellschaftlichen Bedingungen unserer Welt geführt.

Die Frage nach Identität entlässt den Menschen in den Individualismus seiner Gedanken. Hier experimentiert er die Möglichkeiten und die Grenzen der Kommunizierbarkeit seiner Ideen. Die Kunstprojekte fordern eine konzeptuelle und zugleich emotionale Konfrontation mit der Welt, denn die Fragen der Menschen der heutigen Zeit sind individuell, kollektiv und global.

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Annette Wendt lebt seit 1985 in Frankreich. Als Kunsthistorikerin im Fachbereich mittelalterliche Ikonographie und Theologie bezieht die Künstlerin das Wissen und die Kenntnis der vergangenen Zeiten in die Belange der aktuellen Welt ein. Sie lebt als ständig Reisende und ist überzeugt, dass man die Metamorphosen der Gesellschaften nur verstehen kann, wenn man selbst in Bewegung ist.

Sie betritt den öffentlichen Raum, um dort den Menschen zu begegnen. Auf der Suche nach Geschichten in Häusern, in den Strassen, auf den Plätzen und an all den Orten, wo sich die Erinnerung bereits einen Raum geschaffen hat,  lädt sie die Öffentlichkeit ein, sich der Orte gewahr zu werden, sie einzunehmen, um dort auch der persönlichen Geschichte einen Platz zu schaffen. Damit wird eine Konfrontation mit der eigenen Sensibilität und der der Anderen erzeugt. Es ist die Aufforderung, den öffentlichen Raum für sich zu entdecken, dort seine Erinnerungen festzuschreiben und zu fragen, wie der Einzelne sich mit diesem gleichsam individuellen und kollektiven Ort identifizieren kann.

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